10. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 41

Nach einer halben Stunde mühsamen Ansteigens, mit öfterem Zurückglitschen verbunden, fing das Schneefeld an, sich etwas zu verflachen, und in einer Viertelstunde von da hatten wir die in Nebel und Dunkelheit eingehüllte Höhe erreicht. Grosse, kahle Granittrümmer und schroffe Felszacken ragten Gespenstern ähnlich aus Eis und Schnee hervor. Keine Spur eines organischen Wesens, selbst kein Moos war hier zu finden, und die tiefe, dunkle Stille der eingebrochenen Nacht noch dazu, gab dieser Szene das schauerliche Bild einer ganz erstarrten, toten Natur. Kaum hatten wir den scharfen Grat des Gebirges erreicht, so ging es auf der anderen Seite wieder steil hinunter, zum Glück ohne Schneefelder, wohl aber über scharfkantige Gneis- und Granittrümmer, die in der Dunkelheit uns doppelt sorgfältig machten.
Fortsetzung folgt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen