1. September 2019

Wanderungen in weniger besuchte Alpengegenden der Schweiz – 32

Eine Viertelstunde hinter dem oberen Gletscher weichen die beiden Talhänge wieder mehr zurück und verflachen sich, so dass man aus einem nackten Chaos aus Felsen und Eis ganz unvermutet wieder von einer schönen, grünen Alp sich umgeben sieht, auf deren hügeligem Grund sechzehn bis achtzehn zerstreute Hütten und Ställe ein kleines Dörfchen zu bilden scheinen. Dieses ist die oberste Saaseralp, Distel genannt, wohin gerade jetzt 180 Stück kleines und grosses Vieh getrieben wurden, die während etwa sechs Wochen genug Sömmerung hier finden. Es muss aber hier bei nur etwas ungünstiger Witterung sehr rau und kalt sein; denn heute, an einem hellen Morgen, im höchsten Sommer eines ausserordentlich warmen Jahrgangs, war dennoch der Boden gefroren und das Gras voll Reif.
Fortsetzung folgt

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