26. Juli 2018

Von Schutzhütte zu Schutzhütte

Vierter Tag auf dem Schwarzwälder Westweg, auf dem Weg ans Nordkap. Zu Fuss! Gipfeltag notabene. Feldberg, der höchste Schwarzwälder, der höchste Baden-Württemberger. Und dadada, so dünkt mich, muss jeder einmal «obe gweese sei». Jeder Deutsche und jeder Schwarzwälder-Tourist. Die Autobahn A1 ist ein langweiliges Strässlein gegen den Fussgängerstrom, der sich von der Bergstation der Gondelbahn zum Gipfelplateau wälzt. Flippflopps, Kinderwagen, Rollatoren, Stöckelschuhe, Turnschuhe, Halbschuhe, hochgezüchtete Halbschuhe, Wanderschuhe, zwiegenähte Bergschuhe, Espadrilles, Krücken, Hakenstöcke, Trekkingstöcke. Die gesamte Palette eben. Und mittendrin wuseln Biker durch die schreitende Menge. Einen hat es leider böser erwischt. Skurriles Blaulicht auf dem Teersträsschen am Berg der Berge des mittelgebirgischen Schwarzwalds.

Der Abstieg dann, hoch über dem unsichtbaren Feldsee, durch phänomenalen Bergwald. Es ist, als hätte Norwegen hier seine Visitenkarte deponiert. Heidelbeerstauden allüberall. Und Fichten, Fichten, Fichten. Moose, Farne, getarnte Sümpfe, knorrige Wettertannen – es grüsst mitunter auch der Jura – quirrlige Bächlein und immer weniger Touristen. Eine halbe Stunde unterhalb des Gipfels beginnt die Einsamkeit. Das Ziel wiederum eine Schutzhütte, die bestimmt 10 Personen Platz für eine Übernachtung bietet. Einmal mehr geniesse ich die schweigenden Tannen. Foto

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