18. Dezember 2016

Am Ende einer Wanderung

Unweit von Aadorf (TG).

Da  gehst du nun 3½ Stunden von Aadorf nach Frauenfeld. Kanton Thurgau durch und durch. Hochnebel, kalt, düster. Rauhreif im Wald bei Aadorf beglückt die Sinne und weckt die Hoffnung, die Route würde, ohne Schnee zwar, zu einem Wintermärchen werden. Weit gefehlt! Kahle Felder, öde Waldstreifen entlang der entstellten Murg, wo der Biber zwar versucht, heimisch zu werden, indes mit mässigem Erfolg. Da gehst du also durch einen langweiligen Landstrich, der kurz vor dem Ziel mit der «Kontaktbar», einem Bordell an der Hauptstrasse, aufwartet, und du endest mitten in Frauenfeld in einer Jurte bei einem Kafi Luz. Am Boden der Jurte liegen Holzspäne, genau in der Art, wie sie der Biber beim Baumfällen hinterlässt. Die Jurte wird als Annex zu einem Tex-Mex-Restaurant betrieben. Nur der Thurgauerdialekt der Servierfrau passt kurioserweise nicht so recht in dieses amerikanisch-asiatische Ambiente.

Frischer Biberfrass an der Murg am Stadtrand von Frauenfeld.

In der Jurte mitten in Frauenfeld beim Kafi Luz.

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