5. Juni 2014

Allerhand am Wegesrand



Was ist das, geschätzte Leserin, geschätzter Leser? Ein Heustadel, werden Sie vermutlich denken, nicht wahr. Doch dies stimmt leider nicht. Eine ehemalige Geschützstellung der Schweizer Armee ist es. Ein Betonklotz mit aufgemalten Holzbalken und Pseudodach zur Tarnung. Gesehen habe ich den martialischen Bluff auf meiner gestrigen Wanderung von Einigen nach Wimmis. Die Gegend am unteren Thunersee ist übrigens voll mit Reduit-Schrott aus den letzten 70 Jahren. Panzersperren in Toblerone-Architektur, verrostete Stacheldrahtverhaue, als Chalets getarnte Betonbunker mit aufgepinselten Geranien, gänzlich vertunnelte Hügel mit unzähligen Ein- und Ausgängen, getarnt mit Polyesterfelsen im Camouflage-Look. Ein Sammelsurium unnütz gewordener Militärhistorie. Was ich sonst noch links und rechts der kurzen Route aufstöberte, dokumentieren die Bilder. Es ist mengenmässig nicht viel, dafür allerhand.

Unweit der obgenannten Gefechtsstellung steht ein zweiter Tarnschober. Einigen (BE).

Im Einigenwald tobt der Luxuskrieg. Ich habe bei der Gemeinde Spiez sofort Anzeige erstattet.

Dieses hübsch gelegene Schlösschen oberhalb des Thunersees weckte mein Interesse.
Recherchierstoff für kommende Stunden.
In Spiez war Papiersammlung. Bin gespannt, was aus reziklierten Glaubensbekenntnissen wird.

Nebst Papier wird in der Gemeinde Spiez allerhand Ware gesammelt.

Kleiner Ausschnitt aus einem kleinen Garten. Ist so etwas noch herzig?

Und ich fragte mich, welches der Unterschied zwischen betreten und besteigen ist.

«Einfach alles ist anders!» Eine Marketing-Wildsau versucht sich in der Quadratur der Kreises.

Wo es nichts mitzuteilen gibt, gibt es nichts mitzuteilen. Haltestelle Eifeld bei Wimmis.

Keine Camouflage: Das Sury-Haus in Wimmis stammt aus dem Jahr 1759.

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